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Jeder der durch die Dogworld-Stiftung aufgenommene Hundesenior hat seine eigene, mehr oder weniger bewegte Vergangenheit.
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen - ständig aktualisiert - die Bewohner unseres Hundealtersheimes in Wort und Bild vor.
Die meisten unserer Hundesenioren haben mittlerweile einen vergleichsweise hohen Fitness-Status erreicht und erfreuen sich - trotz teilweise gegebener Notwendigkeit medikamentöser Betreuung - einer durchaus gegebenen Lebensfreude.
Eine Vermittlung in ein familiäres Umfeld ist deshalb bei fast allen "Opis" und "Omis" die Zielstellung der Dogworld-Stiftung.
Eine besondere Hilfe ist in Form von Patenschaften möglich. Damit können Sie zu einer Unterstützung der Lebensqualität unserer vierbeinigen Senioren beitragen.
Patenschaftsvertrag - Download.

Sponsor, Cockerspaniel, 16 Jahre, geb. 1997, völlig erblindet, kommt aus dem BMT-Tierheim Arche Noah, Brinkum.
Sponsor lebte viele Jahre bei einem älteren Herrn, der infolge einer Erkrankung nicht mehr in der Lage war, ihn zu pflegen und zu versorgen.
Nach einem rund zweijährigen Aufenthalt im Tierheim fand sich zunächst eine Pflegestelle für den zunehmend erblindenden Sponsor. Doch die ältere Dame, die ihn betreute, musste ihn schon nach wenigen Wochen wieder ins Tierheim zurückbringen. Der Grund: Sponsor konnte nicht alleine bleiben und quittierte jede Trennung mit anhaltendem Bellen. Zudem erwies sich Sponsor als geschickter Kletterkünstler, wenn es um Futtersuche ging.
So stieg er in einem Fall auf das Sofa, kletterte von dort aus auf die Sofalehne und holte sich kurz vor Weihnachten einen Adventskalender von der Wand und fraß ihn komplett leer.
Wieder ins Tierheim zurückgebracht, kam Sponsor im Februar als bereits völlig erblindeter Hund zu uns. Anfangs fiel die Integration schwer, denn die neue Umgebung musste schließlich in kleinen Etappen erst erkundet werden.  Zudem hatten auch unsere anderen Hundesenioren Probleme, sowohl mit der Blindheit, als auch mit der Unruhe von Sponsor klar zu kommen. Der Umstand, dass ihm anfänglich die Orientierung fehlte, machte ihn auch hektisch und nervös. Doch von Tag zu Tag konnte er immer besser integriert werden. Dennoch haben wir Sponsor Ende Oktober 2011 bis auf weiteres aus der Seniorengruppe entfernt, da die anderen Vierbeiner  seinem ungestümen Auftreten nach wie vor mit Unruhe begegneten. Er ist jetzt vorübergehend bei Thomas und Ina untergebracht.
Sponsor kann in der Tat nicht alleine bleiben. Diesen Umstand quittiert er mit lang anhaltendem Bellen. Da er extrem futterorientiert ist, kann es auch mal zu einem Schnappen kommen, wenn unbedacht an seine Futterration gefasst wird.
Trotzdem ist Sponsor ein ausgesprochen lieber  und auch noch gesunder Senior, dem Streicheleinheiten und die Nähe zu einem Menschen sehr viel bedeuten.
Wir hoffen sehr, dass wir für Sponsor ein liebevolles Zuhause (keine Kinder) finden.
Schotte, Collie-Mischling, 16 Jahre
Schotte ist 1997 geboren und kommt ursprünglich als ein- bis zweijähriger Hund über eine Beschlagnahme aus dem Tierschutz. Im Tierheim litt er unter massiven Angstzuständen, die teilweise panikartig verliefen und auch zu aggressiven Attacken gegenüber anderen Hunden führte. Nach seiner Vermittlung an eine erfahrene Hundehalterin dauerte es rund 6 Monate, bis sich sein Zustand etwas stabilisierte. Das große Problem allerdings, damals wie heute, Schotte kann nicht alleine bleiben. Die Symptome sind Zwangsverhalten, Wundlecken, Dauerbellen und Zerstörungsdrang.
Da seine Besitzerin eine Rund-Um-Die-Uhr-Betreuung nicht mehr gewährleisten konnte, kam es zu mehreren, leider gescheiterten, Vermittlungsversuchen.
Im Mai 2011 schließlich haben wir Schotte in unser Hundealtersheim aufgenommen und nach einigen anstrengenden Tagen für Schotte und für uns selbst, stabilisierte sich sein Verhalten zunehmend. Schotte ist mittlerweile schon recht gut integriert, wobei ihm auch die bereits bei uns lebenden Hundesenioren mehr oder weniger behilflich waren und auch noch sind. Wir sind derzeit mit der Verhaltensentwicklung von Schotte sehr zufrieden. Er wirkt Tag für Tag zunehmend ruhiger und zufriedener.
Selbstverständlich kann der offensichtlich kerngesunde Rüde nur an sehr erfahrene Hundehalter vermittelt werden. Allerdings steht nach wie vor die Option, dass er die Nähe von Menschen nahezu rund um die Uhr braucht.
Bruno, Mischling, 13 Jahre, kastriert, seit Juni 2012 in unserem Seniorenrudel.
Brunos Besitzerin kam aufgrund ihres Alters in ein Pflegeheim. Deshalb konnte sie sich nicht mehr um Bruno kümmern. Da die Angehörigen der Besitzerin Bruno nicht versorgen bzw. aufnehmen konnten, wurde er letzlich in ein Tierheim gebracht.
Dort lebte Bruno über einen Zeitraum von 8 Monaten, bis er zu uns gelangte.
Das Verhalten von Bruno ist nach unserer Beobachtung eine Art Bilderbuch-Verhalten. Er ist auf der einen Seite ruhig und zurückhaltend, auf der anderen Seite äußerst umgänglich und freundlich gegenüber Menschen und Hunden.
Gesundheitlich ist Bruno leicht gehandicapt (Bewegungsapparat und Herz) und wird deshalb auch medikamentös (Vasotop und Rimadyl) begleitet.
Wir würden uns sehr freuen, wenn der sehr liebe Vierbeiner seinen Lebensabend in einer neuen Familie verbringen könnte.
Samson, 10 Jahre, Mischling
Zur Vorgeschichte von Samson ist so gut wie nichts bekannt. Er kommt aus dem Tierheim Brandenburg und lebt dort schon neun lange Jahre.
Auch zuvor war er bereits ein Tierheiminsasse in Polen.
Samson ist ein sehr ruhiger Zeitgenosse, der sehr gut mit Artgenossen umgehen kann, Menschen gegenüber aber unsicher und zurückhaltend agiert. Zweibeiner, die er etwas näher kennt, können ihn auch anfassen.
Aus tiermedizinischer Sicht ist Samson gesund und altersentsprechend fit.
Sehr gerne würden wir Samson in liebevolle Hände vermitteln, allerdings sollte es sich um einen Mehrhundehalter-Haushalt handeln, denn ohne Artgenossen um sich herum fühlt sich Samson nicht besonders wohl.


Räuber, Mischling, 16 Jahre alt
Räuber lebte bereits 13 Jahre lang im Tierheim Tierschutzliga-Dorf, BRB, mit einer kurzen Unterbrechung von ca. ½ Jahr, wo er in einem anderen Tierheim war, bzgl. Vermittlungsbemühungen. Seit April 2013 ist er in unserem Seniorenheim.
Räuber ist bis heute scheu gegenüber Menschen. Er kam damals von einer älteren Dame, die gestorben war. Dort hatte er nur auf dem geschlossenen Hof gelebt und wurde vermutlich mit dem Besen hin und her gescheucht und nicht angefasst. Er lässt sich aber nach etwas Gewöhnung an einen Menschen anfassen, anleinen und man kann auch mit ihm spazieren gehen. Aber er ist eben kein „Schmusehund“ und möchte lieber so nebenher leben. Er lebte in seiner langen Tierheimzeit immer im Rudel mit Rüden und Hündinnen, dadurch ist er absolut verträglich.
Leider hat Räuber die ganzen Jahre hier keine ernsthaften Interessenten gehabt. Inzwischen denken wir nicht mehr an eine Vermittlung in einen Privathaushalt – weil er einfach zu alt ist und kaum den Ansprüchen eines "normalen" Familienhundes gerecht werden könnte.

Flo-Kati, 11 Jahre, Mischling.
Flo-Kati kommt aus dem Tierheim Tierschutzliga-Dorf, BRB und wurde zuvor im Dezember 2012 an einer Autobahnraststätte ausgesetzt. Ein Halter konnte nicht ermittelt werden. Sie hat leider Tumore in der Lunge, die langsam, aber beständig wachsen. Noch lebt die Hündin frei von Symptomen, aber hier handelt es sich vermutlich nur noch um wenige Monate. Die Hündin konnte einmal vermittelt werden, kam aber zurück, nachdem sie dort ein paar mal in Richtung Kleinkind geschnappt hatte (sie hat keine Verletzungen verursacht, sondern abgeschnappt, wenn das Kind ihrem Liegeplatz zu nah kam). Der Familie war die Situation zu heikel und das Kind zu klein, um ihm zu erklären, den Hund in Ruhe zu lassen, wenn er irgendwo liegt. Bei uns ist sie bislang völlig unauffällig – ein netter, freundlicher, aufgeschlossener, lebensfroher Hund. Sie ist verträglich mit anderen Hunden, lebte bereits mit Rüden und Hündinnen zusammen.
Ein Vermittlung kommt aufgrund ihrer Krebserkrankung derzeit nicht in Frage.

Chantall, 12 Jahre, Golden-Retriever , kommt aus Beschlagnahme.
Chantall, geboren 2001,  hat sich sofort nach Einzug in unser Seniorenheim ungefragt in die Herzen sämtlicher Zweibeiner eingeschlichen.
Sie ist extrem freundlich, körperlich extrem anhänglich sowie verschmust und noch viel mehr verfressen. Dies sieht man auch ihrem voluminös gestalteten Körper (etwas dicklich) an.
Sie sprüht vor Lebensfreude und findet alle Zwei- und Vierbeiner einfach nur nett und begehrenswert. Etwas zickig kann sie allerdings dann werden, wenn ihr jemand zu nahe an etwas Fressbares kommt. Chantall kommt aus einer Beschlagnahme von vielen Hunden und ist als Einzel- oder auch als Zweithund jederzeit vermittelbar.

Felix, 15 Jahre, geb. 07.03.1998, Schäferhund-Mischling
Als vorübergehende Notabgabe kam Ende 2011 Felix zu uns.
Der sehr lebhafte und temperamentvolle Rüde machte seiner Besitzerin das Leben schwer. Immer dann, wenn Felix mal allein bleiben sollte, quittierte er auch kürzeste zeitliche Trennungen mit heftigem Bellen. Sehr zum Ärger der anderen Mieter.
Der Besitzerin blieb letztlich nichts anderes übrig, als sich von Felix zu trennen. Allerdings sollte diese Trennung nur einen vorübergehenden Charakter haben. Frauchen hatte nämlich vor,  auszuziehen und eine neue Wohnung zu suchen. Dann sollte alles so organisiert werden, dass die Unart von Felix nicht mehr relevant sein würde. Doch es kam dann alles ganz anders. Das Frauchen von Felix meldete sich irgendwann nicht mehr und war auch nicht mehr zu erreichen.
Da aus diesem Grund die derzeitigen Eigentumsverhältnisse nicht geklärt sind, muss Felix wohl weiterhin bei uns bleiben und kann momentan nicht vermittelt werden.
Der Rüde hat sich rasant eingelebt und man hatte von Anfang an den Eindruck, dass er schon immer bei uns gelebt hätte. Er liebt Menschen und Hunde gleichermaßen und sprüht vor Lebensfreude.
Rambo, Schäferhund-Mischling, 11 Jahre, nicht kastriert
Der sehr energiegeladene Rambo macht seinem Namen alle Ehre.
Er ist erst seit dem 07. November 2012 bei uns und kommt aus dem Tierheim Wiesenburg (BRB). Zu seiner Vorgeschichte ist lediglich bekannt, dass er einen schwer alkoholkranken Vorbesitzer hatte. Nach entsprechendem behördlichen Eingreifen wurde Rambo ins Tierheim verbracht.
Seine möglichst umgehende Vermittlung liegt uns allen sehr am Herzen, da Rambo trotz seines Alters noch keinen Eindruck als Hundesenior hinterlassen kann.
Er ist äußerst robust und versehen mit einer geballten Ladung Temperament. Er scheint sich aber mit Menschen und Hunden weitestgehend gut zu vertragen. Wenngleich bei ihm schon zu Beginn eine Futteraggression festgestellt werden musste. So ist sein Fressen an der Futterschüssel mit drohendem Warnen (Knurren) begleitet.
Dennoch scheint er mit dieser Ausnahme sozial sehr kompetent zu sein.
Interessierte können gerne vor einer Übernahme Rambo zunächst mit Spaziergängen rund um unser Hundealtersheim näher kennenlernen.

Mara, 11 Jahre alt, Border-Collie-Mischling
Am 27.12.2012 kam die quirlige und temperamentvolle Mara in unser Seniorenheim. Die hübsche, schwarze Hündin, kommt aus einer privaten Notabgabe.
Die Vermittelbarkeit in eine neue Familie gestaltete sich sehr schwierig, da Mara nicht alleine bleiben kann.
Mara ist vorbildlich freundlich allen Menschen gegenüber, will aber nach Möglichkeit immer beschäftigt werden. Gegenüber Artgenossen ist sie durchaus verträglich, wenngleich sie auch immer wieder mal etwas zickig sein kann.
Mara ist gesundheitlich fit (altersentsprechend) und benötigt zur Zeit keine Medikamente. Ihr Wunsch ist sicherlich: eine Familie zu finden, in der immer jemand für sie da sein kann. Sehr gerne vermitteln wir Mara in ein für sie geeignetes Umfeld.